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Dieses ist die etwas längere Version von meinem (musikalischen) Lebenslauf...
Viel Spaß beim Lesen... wünscht der Autor.
Der Beginn eines neuen Lebens
Ich heiße Thorsten und habe an einem regnerischen Freitag im März - so gegen 13 Uhr etwa - das Licht der Welt erblickt. Die Uhrzeit meines ersten Schreies im Augusta-Krankenhaus in Bochum entschuldigt vielleicht auch, dass ich nicht der größte Fan frühen Aufstehens bin und erst gegen Nachmittag/Abend so richtig aktiv werde...
Wie dem auch sei, die nächsten Monate hatte ich nichts anderes zu tun als meine Eltern mitten in der Nacht wach zu schreien, weil ich Hunger hatte - vielleicht wollte ich auch spielen, ich weiß es nicht mehr so genau.
In folgender Zeit musste Mutti zweimal für längere Zeit weg und ich war bei lieben Pflege-Eltern untergekommen. Doch jedesmal, wenn Mutti wiederkam, stellte ich etwas erstaunliches fest: Ihr dicker Bauch war weg. Sie war wieder ganz schlank... Aber dafür hat sie ein kleines Baby mitgebracht. Und ich habe mich so wahnsinnig gefreut, ein Brüderchen zu haben. Zuerst kam Peter - da war ich 14 Monate alt - und noch etwas später brachte Mutti den Stephan mit, da war ich schon gaaaaaaaanz alt - 2 Jahre und 3 Monate nämlich.
So vergingen denn die Jahre, in denen ich echt gefallen an dem Leben gefunden hatte. Es gab immer was zu essen, wenn ich schrie, und ich habe viele Spiele gelernt, an denen ich ne Menge Spaß hatte. Ich habe auch viele sehr nette Menschen kennengelernt. Aber ich meine, mich dunkel daran zu erinnern, dass ich am meisten diejenigen leiden konnte, die mir was Süßes und/oder was zum Spielen mitgebracht haben...nunja...
Der Ernst des Lebens
Eines Sommers hat mir meine Mutter weismachen wollen, dass nun der Ernst des Lebens beginnt. Was sie damit meinte, weiß ich allerdings bis heute nicht. Sie gab mir eine große spitze Tüte mit allerlei Süßigkeiten darin in die Hand, dazu noch eine Art Rucksack (Mutti meinte, es heißt "Tornister") mit Stiften, Pinseln und vielen leeren Blättern zum Malen und Schreiben. Schreiben? Kenne ich nicht! Mutti lachte. Dann nahm sie mich an die Hand und brachte mich zu einem Gebäude, wo auch noch viele andere Kinder mit ihren Müttern und Vätern standen. Mutti meinte "Das ist deine Schule. Hier wirst du nun jeden Tag hingehen." Oje, dachte ich, sollte das süße Leben nun zu Ende gehen? Einen Moment lang erstarrte mein Lachen ob der Freude, dass viele Kinder aus meiner Nachbarschaft auch hier waren...
Was soll ich erzählen, sooooo schlimm war es dann gar nicht, im Gegenteil, es machte bisweilen auch richtig Spaß zu lernen. Außer im Sommer. Da wollte ich nicht zur Schule, da wollte ich nur spielen und Schwimmen gehen. Aber es nutzte nichts, ich habe es dann auch durchgezogen. Ich dachte mir, ein Mann muss seinen Weg gehen. Und ich habe es auch geschafft...
Schicksalhafte Begegnung mit der Melodie
Es war im Jahre so-und-so-viel, da saß ich an einem Samstagmorgen im Wohnzimmer und hörte Radio. Zu dieser Zeit (und bis heute) tat ich das sehr gerne. Wenn ich nicht gespielt hatte mit meinen beiden Brüdern und unseren Freunden oder sonstwie beschäftigt war, hörte ich sehr gerne Radio.
Dann erklang eine Melodie, hervorgerufen durch Instrumente, die ich zunächstmal nirgends einordnen konnte. Ich hörte gebannt zu und begann, nervös auf dem Sofa rumzuwippen. Diese Musik hatte es mir angetan und ich ging zur Stereo-Anlage und drehte etwas lauter. Nach einer Weile kam Mutti und kramte in den Langspiel-Platten herum. Sie zeigte mir ein Bild, auf dem vier Männer in einem VW-Käfer zu sehen waren. "Das Lied gefällt dir wohl sehr, was?" fragte mich Mutti und ich muss wohl leuchtend grüne Augen gehabt haben. Ich nickte und sie sagte, dass das Lied "Autobahn" heißt von der Gruppe "Kraftwerk"...
Klangverarbeitung
So war es also um mich geschehen und ich musste mich in den nächsten Tagen doch etwas heftiger mit dieser Musik auseinandersetzen. Oder vielmehr mit meinen Freunden. Denn die hatten es echt nicht verstanden, warum ich diese Klänge so wahnsinnig toll und aufregend fand. Sie waren es wohl noch von ihren Eltern gewohnt, Schlager und den guten alten Rock ´n´ Roll zu konsumieren, wenn sie denn überhaupt einen Hang zur Musik hatten. Das bezweifelte ich jedoch manchmal, nachdem es ungeheuer "in" war, im Juli die zur Adventszeit in der Schule auswendig gelernten Weihnachtslieder zu singen. Armeverschränkend und naserümpfend ging ich wieder nach Hause und legte - gaaaaanz ganz vorsichtig - die Platte auf. Irgendwann fing ich an, an der Stereo-Anlage herum zu spielen. Knopf für Knopf wurde gedrückt, Regler für Regler geregelt - pardon - geschoben. So, als könnte ich damit diese Musik verändern oder sogar neu entdecken. Es dauerte auch nicht lange, bis ich herausfand, welche Knöpfe und Regler ich NICHT bedienen durfte - denn sonst war die Musik weg...
Soundfabrik < zurück nach oben >
Meine Mutter merkte ziemlich schnell, dass ich großes Interesse an der Musik entwickelte. Zu Weihnachten bekam ich dann meinen ersten eigenen Kassettenrecorder. So einen ohne irgendwelche Eingänge außer dem Mikrophon. Mit diesem Gerät habe ich es geliebt, einfach auf die Aufnahmetaste zu drücken und beim Musikhören von der Stereo-Anlage einfach etwas dazu zu blabbern, zu singen oder Geräusche nachzuahmen, die synthetischen Klängen gleichkommen könnten. Das Abhören des Gesamtkunstwerks war jedesmal ein Moment für sich und es war lustig, seine eigene Stimme nochmal zu hören, ohne selbst etwas zu sagen.
Im nächsten Jahr hat meine Mutter es auch nicht mehr ausgehalten und unter dem Tannenbaum lag: Meine erste kleine Orgel !!! Ich habe sofort die nächstliegende Steckdose gesucht und den Stecker eingesteckt. Als ich die Orgel anmachte, rauschte es sehr laut, denn es war eine dieser Orgeln mit Luftgetriebe. aber mich störte das nicht und sofort fing ich an, die Tasten zu drücken. Die Töne klangen zwar nicht ganz so wie die von Kraftwerk, aber ich war sofort verliebt in das tonerzeugende Heißluftgerät...
Menschen und Musik
In den nächsten Jahren bekam ich auch noch einen Plattenspieler und viele Platten - solche, die man sich heute kaum traut, auszusprechen. Mit dem Plattenspieler, es war ein orange-farbener mit zwei kleinen Lautsprechern, der Stereo-Anlage und dem Kassettenrecorder machte ich auch weiterhin gewagte Experimente. Und zwar solche, die meine Mutter mit argwöhnischen Augen beobachtete, schließlich waren die Geräte damals (für unsere Verhältnisse) sehr teuer und nicht so schnell zu ersetzen. Aber, um es kurz zu machen: Es ist alles heil geblieben, nichts ist kaputt gegangen.
Mit der Grundschule war ich dann nach vier Jahren fertig und ich wurde befördert. Kennt jemand eine Annette-von-Droste-Hülshoff??? Nein? Ich bis dorthin auch nicht, aber so hieß nunmal die Realschule, auf der ich von fortan sechs Jahre lang mein Dasein fristen sollte.
In der Zeit des großen Schrittes - immerhin konnte ich zu dieser Schule nicht zu Fuß laufen wie früher, sondern musste mit der Straßenbahn dorthin - kamen so langsam in Hülle und Fülle die ersten Synthie-Pop-Scheiben auf den Markt... In mir ging etwas vor, was ich bis heute nicht so wirklich beschreiben kann. Und die Musik und auch einige Dinge, die mit mir selbst passierten, machten mir klar, dass jetzt eine neue Zeit anbricht.
In nächtster Zeit hörte man Songs wie "Tainted Love", "Kambodia", "Enola Gay", "Fade To Grey" im Radio und eine Band namens Depeche Mode platzierte einen Hit nach dem anderen... So langsam fing ich auch an, gewisse Melodien mit gewissen Momenten in Verbindung zu bringen. Wobei es mir aber am meisten Spaß machte - und ich konnte es gar nicht verhindern - gewisse Lieder wie z. B. "Everything Counts", "Come Back And Stay", "Love Is A Battlefield", "Tour De France", "Break Away", "Codo", "Leuchtturm", "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann" und viele andere Songs in Verbindung mit gewissen Mädchen aus der Schule und aus meiner Nachbarschaft zu bringen. Komisch, auf einmal war nicht nur Fußball und Musik so wichtig, auf einmal waren auch die Mädchen in den Mittelpunkt gerückt...
Manchmal klopfte mein Herz, wenn ich ein bestimmtes Mädchen sah, ich wusste gar nicht, wie mir geschah, bis mir ein Schulfreund sagte, ich sei verliebt. Hmm, dachte ich, ich konnte es nicht einordnen, immer nur an dieses Mädchen zu denken und weiche Knie zu kriegen, wenn ich sie sah...aber es war auch ein sehr schönes Gefühl...
Popper, Punk und Betriebswirtschaft
Im letzten Jahr der Realschule hatte ich mir langsam Gedanken machen müssen um den Beruf, den ich bald erlernen sollte. Und da ich immer schon sehr gerne geschrieben, sortiert und abgeheftet hatte, war mir auch schnell klar: Ich wollte in den kaufmännischen Bereich hinein. Vorher aber wollte ich noch etwas reifen und so kam ich erstmal auf die Höhere Handelsschule für zwei Jahre. Und auch hier war ein hübsches Mädchen das erste, was mir auffiel... Wenn ich heute noch an sie denke, schwärme ich immer noch etwas von der Zeit damals - aber auch nur von der Zeit...
Und auch die Musik ging immer weiter, aber so langsam gingen die Schmuse-Pop-Songs über in Disco-taugliche Beats - man sprach auf einmal von Acid und House...
Ich war anfangs auch schwer angetan von dieser Musik, aber irgendwann merkte ich auch: Irgendwie ist es immer dasselbe... Und mir kam wieder in den Sinn, dass ich selbst mal Musik machen wollte, nur halt anders und besser als die anderen. So vergingen einige Wochen und Monate, einem kalten Winter folgten die Verlockungen weiblicher Schönheit und Sinnlichkeit in Form von kurzen Röcken, und ich hörte zum ersten Mal von "New Wave".
Ein Freund spielte mir Lieder vor, die ich bis dorthin noch nie gehört hatte - sie hatten etwas eigenes, etwas nie dagewesenes, so wie damals Kraftwerk es vorgemacht hatte... Ich begeistertete mich ziemlich schnell, weil es etwas wegging vom Einerlei und ich lernte in der nächsten Zeit viele neue Menschen kennen, die ich bis dato nur aus der Ferne beobachtet hatte: Punker und Waver, die anders sein wollten und es in ihrer Art auch waren. Hatte man sie aber kennengelernt, so waren es liebe nette Menschen, die lediglich keine Lust auf den täglichen Trott und die Anpassung an alle anderen hatten.
Ich entsann mich an die Zeit, in der ich zum ersten mal Kraftwerk hörte. Denn damals war es auch etwas anderes, was aber seinen Weg gefunden hatte. Mir kam es so vor, als würde ich die Kindheit mit meinen Entdeckungen und Erfahrungen mit einer Lebensweise vereinen, die lange in mir schlummerte, ohne jedoch je den Anspruch auf eine größere Daseinsberechtigung in meinem Leben einzunehemen. Man nennt es wohl Entwicklung, aber irgendwie sah ich es etwas anders: Ich machte eine Truhe auf, die lange verschlossen war, eine Truhe mit dem Geist und der Zeit der Vergangenheit und dem Traum der Zukunft... auf einmal schien mir vieles viel klarer zu sein. Und die Dinge nahmen ihren Lauf...
Lehrjahre sind keine Herrenjahre < zurück nach oben >
Nach dem Lernen in der Schule und über die Menschen im Allgemeinen, im Speziellen und auch über mich wagte ich nun den Schritt, der mich ins Berufsleben katapultieren sollte. So entschied ich mich also für eine Ausbildung zum Industriekaufmann, zumindest fühlte ich mich fit genug, diesen Weg zu gehen. Es machte viel Spaß, außer in einigen Abteilungen hatte ich dann doch meine kleinen Problemchen mit den mir zugeordneten Aufgaben. Und dann wohl auch mit dem jeweiligen Vorgesetzten, aber das ergab sich dann halt so. Das Problem meine ich. Vielleicht wollte ich zu hoch hinaus, wurde aber ganz schnell wieder in meine Schranken verwiesen und eines Tages muckte ich etwas auf - mir war es zu wenig, lediglich die Rechnungs- und Buchungsnummern in den Computer einzugeben und begehrte höher gestellte Aufgaben. Aber ganz schnell kam die Antwort vom Abteilungsleiter: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre!" Jupp, das hat gesessen und vielleicht ist diese Situation auch einer der Gründe, warum ich mich nie großartig für den Bereich Buchhaltung interessieren konnte. Aber wer weiß, vielleicht wäre ich jetzt ein spießiger Buchhalter mit grauem Anzug und ebenso grauem Leben geworden - Arbeiten, nach Hause kommen, essen, TV gucken und einmal die Woche die Ehefrau rumkriegen, doch mal wieder etwas fürs Liebesleben zu tun - die Missionarsstellung also. Oh ne, ist dann wohl doch nichts für mich, zumindest bin ich diesen engstirnigen Weg nicht gegangen.
In dieser Zeit - in der Lehrzeit also - kümmerte ich mich kaum um eigene Musik, man kann fast sagen: gar nicht. Wenn ich ehrlich bin, war da auch nichts. Außer für ein paar Monate, da versuchte ich mit drei Freunden, eine Band zu gründen. Das hat aber nicht so ganz geklappt. Das einzigste, woran ich mich erinnere, ist, dass die Pommes Frites mit Jägersauce in der Pommesbude eines Griechen in der Nähe des Bunkers sehr lecker waren. Da waren wir dann auch öfter als im Proberaum.
Aufblühende Leidenschaften
In den nächsten Jahren nach der Lehre ging das Leben so schnell vorbei, dass ich kaum noch weiß, was dort alles passiert ist. Beziehungsweise weiß ich das schon noch, aber es würde den Rahmen sprengen. Den Rahmen von 2 MB Webspace für diese Seite nämlich.
Aber so allmählich spürte ich wieder den Drang, eigene Musik zu machen. Und eigentlich hatte ich noch nie richtig damit angefangen, aber ich dachte, es sei ein guter Zeitpunkt, damit jetzt endlich anzufangen. Ob es daran lag, dass ich gerade Schluss mit meiner damalige Freundin hatte, weiß ich nicht. Und dass ich zu der Zeit immer "Zu Spät" von den Ärzten im Kopf hatte, die mit ihrem "Eines Tages werd ich mich rächen, ich werd die Herzen aller Mädchen brechen, dann bin ich ein Star, der in der Zeitung steht und dann tut es dir leid, doch dann ist es zu spät..." Einfluss auf alles hatte - ich weiß es nicht.
So borgte ich mir also den Amiga500 von meinem Bruder für ein paar Wochen aus und begann, an meiner musikalischen Karriere zu arbeiten. Nun, anfangs klappte das alles nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das mit "eines Tages werd ich mich rächen" sah ich in alle verdammte Ewigkeit verpuffen. Aber ich blieb hart - zu den Programmen, dem Synthie (Korg Poly 800) und zu mir selbst. Und irgendwann war es dann auch soweit: Ich hatte einen Song zusammengebastelt und ich dachte mir: Jetzt werde ich berühmt.
Nun, dem war aber zunächst noch nicht so. Zumindest noch nicht. In den nächsten Jahren bastelte ich immer mehr herum an Sound, Beats und Songs. Und so allmählich wurde es immer besser...
Probe, Band und Live-Auftritt
1997 fragte mich ein guter Freund, ob ich nicht Lust hätte, in seiner Band mitzuspielen. Wir hatten schon einmal versucht, zusammen Musik zu machen (siehe die leckeren Pommes Frites mit Jägersauce), aber erst jetzt sollte es endlich so weit sein. Ich willigte ein und war neugierig, was mich erwarten sollte. So trafen wir uns dann nach einigen Wochen zum ersten Mal und er stellte mir Hubert vor. Er war der Gitarrist der Band und ihn sollte ich von da an nicht mehr loswerden...
In dieser Band schrieb ausnahmslos der gute Freund von einst die Songs, ich hatte also kaum Platz zur freien Entfaltung. Nebenher kümmerte ich mich also weiter um meine eigene Musik. Was sollte ich auch anderers tun. Nach einigen Monaten war es mit der Band soweit: Unser erster Auftritt stand bevor. Mitgezogen von einer uns befreundeten Band sollte unser erstes Konzert im Studio der Zeche Bochum stattfinden. Ich und live spielen? Das sah ich aber noch nicht. Nur mühsam konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden, bald auf der Bühne zu stehen und mich von den Zuschauern ansehen zu lassen. Ich kannte so etwas bis dato noch nicht. Doch der große Tag kam und je näher der Moment des ersten Live-Auftritts meiner musikalischen Karriere kam, desto weniger nervös war ich. Ich wurde immer ruhiger und als die ersten Klänge ertönten, war ich die Ruhe selbst. Als sei es das normalste im Leben und als hätte ich nie etwas anderes getan als auf einer Bühne zu stehen. Ich fand es sehr beeindruckend. Sowohl das Konzert als auch meine Lockerheit. Und auch das Publikum. Und da merkte ich zum ersten Mal, dass nicht alles so schwer ist, wie es scheint. Und dass man keine Angst haben muss vor neuen Aufgaben.
In den folgenden Monaten hatten wir noch einige Konzerte, unter anderem auch in Berlin, Leipzig, Bremen und Hamburg. Es war schon eine tolle Zeit mit vielen eindrucksvollen Momenten. Und dafür werde ich ewig dankbar sein.
Wenn Kreativität flügge wird
Nur war es auf Dauer für mich nicht tragbar, lediglich die Rolle des Keyboarders in einer Band auszufüllen. Ich wollte eigene Ideen verwirklichen und fing auch an, Songs zu komponieren für die Band. Das war etwas andere Musik, als ich sie eigentlich vorhatte, aber sie beflügelte auch meinen Geist. Zu der Zeit wollte ich mich in die Synthie-Pop-Ecke und in den Easy-Listening-Bereich begeben, also House, Drum & Bass, TripHop usw. - aber das konnte ich ja auch weiterhin tun. Nur war es mir wichtig, auch Ideen in die Band zu bringen, da kam auf einmal mein Ego durch, der den anderen Bandmitgliedern nur sagen wollte: Hey, ich kann auch Songs schreiben.
So fing ich also an, Songs für die Band zu schreiben. Ich verabredete mich des öfteren mit Hubert und wir wollten die Songs soweit fertig machen, dass unser Sänger "nur noch" darauf singen musste. Ich kümmerte mich um die Songs (Ideen), Sequenzen (Beats, Bass, Synths) und Synthiemelodien und Hubert sich um die Gitarrenparts. Innerhalb von ein paar Wochen hatten wir schon einige Ideen/Songs angesammelt und wir trugen sie dem Sänger vor. Leider war der nicht so begeistert. Wohl weniger von den Songs und Ideen als vielmehr von der Tatsache, dass nicht er, sondern jemand anderes die Songs geschrieben hatte.
Nach einigen Wochen fassten dann Hubert und ich den Entschluss, die Band zu verlassen und etwas eigenes auf die Beine zu stellen...
Der Rest ist Geschichte, Gegenward und Zukunft < zurück nach oben >
Und so nahmen die Dinge ihren Lauf, Hubert und ich schrieben viele Songs und suchten dann auch irgendwann nach einer Sängerin / einem Sänger.
Der weitere Verlauf meines musikalischen und allgemein-gesellschaftlichen Lebens zieht sich bis heute und noch bis weit in die Zukunft hin...